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Leben in Spanien

Einzug

Versorgungsbetriebe

Elektrizität

Sobald sie eine Immobilie kaufen oder mieten, sollten Sie mit dem örtlichen Stromlieferanten einen Vertrag abschließen. Strom ist billig in Spanien und die Unternehmensgruppe Endesa (www.endesaonline.com) ist der größte Anbieter im Land. Das zweitgrößte Energieunternehmen, Iberdrola (www.iberdrola.es), beliefert Madrid, Katalonien, die Costa Blanca und Nordspanien.

Die Spannung beträgt fast überall in Spanien 220 Volt Wechselstrom mit einer Frequenz von 50 Hertz, auch wenn es in einigen Gegenden immer noch eine Spannung von 110 Volt gibt.

Wenn Sie in einer Gegend leben, wo Stromunterbrechungen häufig sind und Sie zum täglichen Leben einen Computer oder andere Geräte benötigen, sollten Sie sich einen zusätzlichen Stromgenerator für den Notfall zulegen. Die meisten Unternehmen bieten die Möglichkeit der Online-Anmeldung oder der Anmeldung per Telefon, ein Bürogang ist also unnötig. Sie werden sich ausweisen müssen (Reisepass oder Aufenthaltskarte) und benötigen die Referenznummer für den Stromanschluss (links unten auf der Stromrechnung unter Contrato de Suministro Nº) , den Vertrag und die zuletzt bezahlte Rechnungen des Vorbesitzers.

Sie erhalten alle zwei Monate eine Rechnung, normalerweise nach einer Zählerablesung, manchmal aber auch aufgrund einer Schätzung. Lernen Sie also, den Zähler selbst abzulesen, um nachzuprüfen ob Sie nicht zu viel bezahlen.

Die beste Zahlungsform ist per Einzugsermächtigung über ein spanisches Bankkonto. Sie können auch bei der Post oder den örtlichen Banken, die auf der Rechnung genannt werden oder an der Kasse des Stromlieferanten bar einzahlen.

Müllabfuhr

Spanien gewöhnt sich langsam an die Idee des Recycling und Sie werden in den meisten Ortschaften Container für Glas, Papier, Karton, Aluminium, Dosen, Plastik, Batterien und andere Materialien vorfinden. Viele Gemeinden recyclen auch Gartenabfälle, die als Kompost verkauft werden. Die Müllcontainer werden normalerweise jede Nacht außer sonntags geleert.

Abhängig davon, ob Sie in der Stadt oder auf dem Land wohnen, bezahlen Sie für die Müllabfuhr zwischen EUR 30-150 pro Jahr. Erkundigen Sie sich bei der Stadtverwaltung und veranlassen Sie eine Einzugsermächtigung bei Ihrer Bank, um Dienstleistungsunterbrechungen wegen Zahlungsverzugs zu vermeiden.

Gas

Derzeit gibt es nur in größeren Städten Gaslieferanten. Wenn Sie in eine Immobilie mit Gasanschluss ziehen, wenden Sie sich an das örtliche Gaswerk, damit die Leitung freigeschaltet wird, lesen Sie den Zähler ab und schließen Sie einen Liefervertrag ab. Sie erhalten alle zwei Monate eine Rechnung inkl. MwSt. (IVA) von 16%. Am einfachsten geht die Bezahlung per Einzugsermächtigung von Ihrem spanischen Bankkonto.

Es gibt verschiedene Gaslieferanten in Spanien, Gas Natural (www.gasnatural.com) ist in allen Gegenden der Hauptanbieter.

Im ländlichen Raum wird Gas in Gasflaschen geliefert. Diese sind ausgesprochen schwer, sind aber nur halb so teuer wie Stadtgas in den meisten nordeuropäischen Ländern. Um mit Gasflaschen beliefert zu werden, müssen Sie eine Vertrag mit Repsol Butano (901 100 100) oder Cepsa (902 416 416) schließen.

Wasser

Wasser ist wegen des Mangels in bestimmten Regionen ein umstrittenes Thema, jedoch besitzt Spanien für das ganze Land ausreichende Wasserreserven. Das Problem ist die ungleichmäßige Verteilung. Gebiete, in denen Unterbrechungen der Wasserversorgung häufiger vorkommen sind die Mittelmeerküste und die Balearen, wo der Verbrauch temporär stark eingeschränkt ist.

Wenn Sie einen bestehenden Vertrag mit dem Wasserwerk auf Ihren Namen überschreiben wollen, wenden Sie sich mit Ihrem Ausweis und einer Rechnung des Vorbesitzers an die Stadtverwaltung. Nicht-Residenten müssen auch ihre vollständige Auslandsadresse angeben.

Wenn Sie Ihren eigenen Wasserboiler installieren müssen, dann sollte dieser wenigstens 75 Liter Fassungsvermögen haben. Wasser wird von den örtlichen Behörden kontrolliert und normalerweise schwankt der Preis für den neuen Hausanschluss zwischen EUR 50 und EUR 300 und kann bis zu EUR 1.500 in abgelegenen Gegenden kosten.

Leitungswasser in den Küstenprovinzen hat oft eine zweifelhaft rostige Farbe und schmeckt nach Chemikalien, was die Millionen Liter in Flaschen abgefülltes Mineralwasser erklärt die jährlich in Spanien verbraucht werden. Allerdings kann man Leitungswasser in Madrid oder Barcelona, sowie anderen Regionen Zentral- und Nordspaniens ohne Probleme trinken.

Rund ums Haus

Installation eines Telefons

Spanien besitzt die niedrigste Zahl von Festnetzanschlüssen der EU. Ein Telefon zuhause gilt als Luxus und viele Menschen haben nur ein Handy. Daran ist vor allem die hohe Anschlussgebührt der ehemals staatlichen Telefonica Schuld.

Telefonica besitzt nun nicht mehr das alleinige Monopol als Telefoniedienstleister und es gibt mittlerweile sechs weitere Unternehmen, die Telefoniedienstleistungen anbieten, darunter Tele 2, Ono, Ya.com, Orange und Jazztel.

Wenn die Immobilie, in die Sie einziehen, schon einen Telefonanschluss besitzt, melden Sie diese automatisch auf Ihren Namen um und bitten Sie Telefonica, ab einem bestimmten Datum den Teilnehmer zu ändern und informieren sie auch den Vorbesitzer des Anschlusses darüber, damit Sie keine vor ihrem Umzug geführten Gespräche bezahlen müssen. Sie können auch einen Anschluss mit Ono oder Tele 2 abschliessen, die als Betreiber zugeselassen sind.

Fragen Sie nach der deutschen oder englischen Abteilung, wenn Sie des Spanischen nicht mächtig sind oder besuchen Sie die englischsprachige Webseite www.telefonicainenglish.com. www.telefonica.com/home_eng.shtml.

Fernsehen

Die meisten spanischen Fernsehapparate empfangen fünf terrestrische Fernsehkanäle( die staatlichen Sender TVE1 und TVE2 (La 2), die Privatsender Antena 3, Telecinco, sowie einen Sender der jeweiligen Autonomen Region). Daneben gibt es verschieden Anbieter von digitalem Bezahlfernsehen, Unter den regionalen Sendern sind Canal 9 in Valencia, Telemadrid, TVC (Katalonien) und Canal Sur in Andalusien zu nennen.

Wenn Sie nicht Spanisch sprechen oder an seichtem Fernsehgeplauder kein besonderes Interesse haben, sollten Sie sich vielleicht für das Satellitenfernsehen entscheiden.

Der Hauptanbieter für Digitalfernsehen ist Digital Plus (www.plus.es), der Telefónica und der Prisa-Gruppe gehört ist. Digital Plus bietet verschiedene Programmpakete ab 30 Euro bis 60 Euro an.

Ono (www.ono.com) wirbt für ein Paket aus Fernsehen, Breitband-Internet und Telefon für rund 60 Euro im Monat. Überprüfen Sie jedoch auf der angegebenen Internet-Seite, ob Sie Ono überhaupt empfangen können.Daneben haben die beiden Telefongesellschaften Telefonica und Orange jeweils eigene Angebot von digitalem Fernsehen im Programm. Es wird oftmals in Zusammenhang mit Komplettangeboten für Telefonie und Internet angeboten.

Fast 3 Millionen Haushalte in Spanien haben Satellitenfernsehen und ohne Zweifel sind davon ein Großteil Einwanderer. Über Astra empfangen Sie ARD, ZDF, RTL, Sat1, Pro 7, Eurosport, DSF, 3sat oder Kanäle in vielen anderen Sprachen, z.B. Englisch, Niederländisch, und Schwedisch.

Die oft gestellte Frage, ob man deutsches Digitalfernsehen, wie Premiere oder arena.tv in Spanien sehen kann, darf man damit beantworten, dass es kein deutscher Bezahlsender eine Lizenz zur Ausstrahlung in Spanien besitzt. Daher ist dies offiziel nicht möglich. Dennoch gibt es z.B. in Mallorca zahlreiche Gastätten, die mit Premiere-Bundesliga-Spielen werben!

Video, TV und DVD

Der Übertragungsstandard in Spanien ist das PAL-BG-SystemVideo- und DVD-Filme sind zwar billig zu erwerben, vielleicht lohnt es sich aber noch mehr Mitglied eines örtlichen Videoclubs für 3 Euro täglich zu werden.

Internet

Eine steigende Anzahl von Einwanderern in Spanien hat zu einer steigenden Nachfrage nach Internetanschlüssen in Privathaushalten ausgelöst. Telefonica ist der größte Internetanbieter – und auch wenn Sie nicht direkt dessen Angebot wahrnehmen, so nutzen doch auch die anderen Anbieter den Telefonanschluss mit der Erlaubnis von Telefonica, wenn sie einen DSL-Breitbandanschluss installieren, so dass das Verfahren unverändert langwierig ist. Ausnahmen bieten Ono.com und Tele 2, die eigene Netzbetreiber-Lizenzen haben.

Wenn Sie eine 24-Stunden-Flatrate wollen, müssen Sie nach dem „tarifa plana“ fragen. Dieser DSL-Anschluss kostet etwa 40 Euro pro Monat und ist zehnmal schneller als mit Modemeinwahl. Ono verspricht bei seinem Breitband-Anschluss sogar noch höhere Geschwindigkeiten.

Poststellen

Es gibt über ganz Spanien verteilt etwa 6.000 Postämter, die ein breites Angebot von modernen Dienstleistungen anbieten, wie Telegramme und Faxsendungen, Internetanschluss und verschiedene Arten von internationalen Geldüberweisungen.

Ein Standardbrief bis 20g kostet 0,30 Euro innerhalb Spaniens, 0,58 Euro in Europa (einschl. Grönland) , sowie 0,78 Euro für den Rest der Welt.

Wenn Sie nicht gerne Schlange stehen, können Sie auch Briefmarken im Tabakladen kaufen. Briefkästen sind gelb mit roten Streifen und zwei Schlitzen, einem für örtliche Sendungen und einem für nationale/internationale Post.

Telefon

Internationale Anrufe

Internationale Anrufe sind von Spanien aus noch sehr teuer. Kaufen Sie sich eine Prepaid-Telefonkarte in einem der zahlreichen Internet-Läden. Sie geben den Geheimcode der Karte ein und erhalten mindestens 200 Gesprächsminuten zu jeder Tageszeit.

Schauen Sie sich die Webseite von Direct Telecom an (www.direct-telecom.es), um mehr darüber zu erfahren, wie man in Spanien günstige Orts- und Ferngespräche im In- und ins Ausland machen kann. Auch Cellhome (www.peoplecall.com) bietet Auslandsgespräche zum Inlandstarif an. Man muss nur die 902 055 123 vor der gewünschten Rufnummer vorwählen und danach die Rautetaste # drücken.

Mobiltelefonie

Handys sind ein großes Geschäft in Spanien. Spanier haben zwar nicht so häufig Festnetzanschlüsse, aber es gibt mehr Handys als irgendwo sonst in der EU. Die Spanier benutzen es auch häufig, die Anrufe von Handy auf Handy sind billiger als vom Handy ins Festnetz.

Es gibt drei digitale Netzwerke – Movistar (Eigentum von Telefónica), Vodaphone und Orange. Sie können mit einem Handyanbieter keinen Vertrag schließen, wenn Sie nicht im Besitz einer Tarjeta de Residencia sind. Sie können aber eine Prepaid-Telefonkarte in Ihrem Handy benutzen (wenn dieses eine spanische SIM-Karte annimmt) oder Sie kaufen sich ein Handy ohne Vertrag ab EUR 60, einschließlich Gratisanrufen.

Prepaid-Karten gibt es u.a. in Supermärkten oder an Tankstellen.

Telefonnummern

Handynummern beginnen in Spanien mit einer 6 und Festnetznummern mit einer 9. Alle Telefonnumer haben neun Stellen. Nummern, die mit 80 oder 90 anfangen sind für spezielle Dienstleistungen. Mit 900 beginnen Gratisnummern. Diese werden (neben den Billignummern 901 und den Standardtarifnummern 902) von Unternehmen für Inlandsgespräche genutzt.

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